Höxter (dpa/lnw) – Mit einer einstimmigen Bestätigung des Vorsitzenden Rainer Kobusch hat die Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) Kreisverband Höxter am Dienstagabend ihren Vorstand neu gewählt. Begleitet wurde die Mitgliederversammlung von einem umfangreichen Rechenschaftsbericht, der die vergangenen beiden Jahre als arbeitsintensiv und politisch anspruchsvoll beschreibt.
„Das klare Vertrauen freut mich sehr“, sagte Kobusch nach seiner Wahl. „Es zeigt, dass wir als MIT auf dem richtigen Weg sind – auch in Zeiten, in denen sich Verbände und Parteien gesellschaftlich neu sortieren müssen.“
Breit aufgestelltes Team gewählt
Zu stellvertretenden Vorsitzenden wählte die Versammlung Stefan Dreier und Diethart Wolter. Dreier betonte im Anschluss: „Wir wollen uns noch stärker dort einbringen, wo der Mittelstand im Kreis Höxter direkte Unterstützung braucht.“ Wolter ergänzte: „Die MIT ist ein wichtiger wirtschaftspolitischer Taktgeber für die Region. Diese Rolle wollen wir weiter ausbauen.“
Zum Schriftführer wurde Andreas Paal gewählt. „Eine gute Organisation ist das Rückgrat jeder ehrenamtlichen Arbeit“, sagte er. Heike Hartmann, neue stellvertretende Schriftführerin, erklärte: „Ich freue mich darauf, die Arbeit des Vorstandes strukturell und organisatorisch zu unterstützen.“
Für Kommunikation und Medienarbeit ist künftig Birgit Kuchenreiter zuständig: „Unsere Positionen müssen in der Öffentlichkeit sichtbarer werden – das ist mein Anspruch.“
Ulrich Hadding, neuer Mitgliederbeauftragter, sagte: „Wir wollen den persönlichen Kontakt zu unseren Mitgliedern intensivieren und zugleich neue Zielgruppen ansprechen.“
Als Beisitzer unterstützen Dr. Tom Kunert, Jeanette König-Abresch, Roland Neuhaus, Sigrid Johlen-Hoppe, Josef Müller und Johannes Vössing die Vorstandsarbeit.
Mitgliederentwicklung bleibt herausfordernd
In seinem Bericht ging Kobusch auch auf die Mitgliederentwicklung seit 2022 ein. Zahlen nannte er bewusst nicht, stellte aber klar: „Die Veränderungen, die wir sehen, sind kein alleiniges Phänomen der MIT Höxter. Viele gesellschaftliche Organisationen stehen vor ähnlichen Herausforderungen.“
Gleichzeitig betonte er: „Entscheidend ist, dass wir aktiv bleiben – und das sind wir. Unser Verband lebt von Menschen, die gestalten wollen.“
Starkes Programm mit politischer Tiefe
Einen Schwerpunkt der MIT-Arbeit bildete erneut ein breites Veranstaltungsangebot. Besonders hervorgehoben wurde die Bildungsreise nach Sindelfingen. „Für viele war der Austausch vor Ort ein Highlight“, berichtete Jeanette König-Abresch, die an der Organisation beteiligt war. „Solche Formate schaffen Wissen und Gemeinschaft.“
Beim Unternehmerfrühstück im Juli 2024 stand das Thema Künstliche Intelligenz in der modernen Wirtschaft im Fokus. „Gerade für kleinere Betriebe ist KI kein abstraktes Zukunftsthema mehr, sondern zunehmend Bestandteil des Alltags“, sagte Dr. Tom Kunert rückblickend. „Wir wollen Unternehmer genau an dieser Schnittstelle abholen.“
Besondere Aufmerksamkeit erhielt das traditionelle Format „Grünkohl mit Politik“ im November 2024 mit CDU-Politiker Carsten Linnemann. „Die Resonanz hat gezeigt, dass der Wunsch nach politischen Impulsen – jenseits der Tagespolitik – groß ist“, erklärte Birgit Kuchenreiter.
2025 folgte ein weiteres Unternehmerfrühstück zum Thema Koalitionsvertrag und Mittelstand. Steuerexperte Dr. Karl Hennemann und Finanzanalyst Fabian Thomas gaben dabei Einschätzungen ab, die laut Kobusch „für viele Unternehmen im Kreis unmittelbare Relevanz haben“.
Abgerundet wurde das Programm durch eine Besichtigung des BildungsCampus Handwerk in Brakel. „Das Handwerk wird oft unterschätzt – dabei ist es die tragende Säule unserer regionalen Wirtschaft“, sagte Beisitzer Roland Neuhaus.
Klare wirtschaftspolitische Positionen
Die MIT Höxter äußerte sich im Berichtszeitraum mehrfach zu regional und bundesweit diskutierten Themen. Dazu gehörten die Debatte um einen möglichen Nationalpark, Fragen des Mindestlohns sowie die Bewertung des Koalitionsvertrags der Bundesregierung.
„Wenn politische Entscheidungen den Mittelstand direkt betreffen, müssen wir Stellung beziehen“, betonte Kobusch. „Das ist unser Auftrag.“
Kontinuität in der Arbeit – neue Impulse angekündigt
Mit Blick auf die Zukunft kündigte der Vorstand an, bewährte Reihen wie das Unternehmerfrühstück, Grünkohl mit Politik und die Bildungsreise fortzuführen.
„Unsere Formate sind Marke und Identität zugleich“, sagte Stefan Dreier. „Sie schaffen Nähe, Austausch und politische Orientierung.“
Gleichzeitig wolle man neue Themen setzen. „Wirtschaftspolitik verändert sich rasant“, erklärte Wolter. „Wir werden prüfen, wo wir zusätzliche Schwerpunkte für den Kreis Höxter setzen können.“
Am Ende der Versammlung zog Kobusch ein positives Fazit: „Wir gehen als starkes Team in die nächsten Jahre. Die MIT Höxter bleibt Ansprechpartnerin für alle, die sich für eine leistungsfähige, freiheitliche und zukunftsorientierte Wirtschaftspolitik einsetzen.“
