Die geplante steuerfreie Prämie in Höhe von 1.000 Euro für Arbeitnehmer wird von der
Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) Höxter kritisch bewertet. Zwar ist das Ziel,
Beschäftigte finanziell zu entlasten, ausdrücklich richtig – die aktuelle Ausgestaltung belastet
jedoch einseitig die Unternehmen.
„Unsere Betriebe sind bereits durch zurückhaltenden Konsum, steigende Kosten und
wirtschaftliche Unsicherheiten erheblich unter Druck“, erklärt der Kreisvorsitzende der MIT
Höxter, Rainer Kobusch. „In dieser Situation zusätzliche Zahlungen von den Unternehmen zu
erwarten, ist kaum realistisch.“
Die vorgesehene Prämie bedeutet, dass Unternehmen für jeden Mitarbeiter zusätzliche
1.000 Euro erwirtschaften müssen. Gerade für kleine und mittlere Betriebe stellt dies eine
erhebliche Herausforderung dar. „Es zeigt sich leider immer wieder: Wenn der Staat unter
Druck gerät, werden Lösungen zu häufig auf dem Rücken der Unternehmen gesucht“, so
Kobusch weiter.
Die MIT Höxter schlägt daher einen alternativen, praxisnahen Weg vor: eine steuer- und
sozialversicherungsfreie Teilumwandlung des bestehenden Gehalts. „Wenn bis zu 1.000 Euro
aus dem bisherigen Bruttogehalt steuer- und abgabenfrei gestellt werden, profitieren beide
Seiten“, betont Rainer Kobusch. „Die Mitarbeiter erhalten spürbar mehr Netto vom Brutto –
und gleichzeitig werden auch die Unternehmen entlastet, da die Arbeitgeberanteile zur
Sozialversicherung entsprechend sinken.“
Ein solcher Ansatz würde die Kaufkraft stärken, ohne die Betriebe zusätzlich zu belasten.
„Wir brauchen Lösungen, die Arbeitnehmer und Unternehmen gleichermaßen im Blick
haben. Nur so sichern wir Beschäftigung und wirtschaftliche Stabilität“, so Kobusch
abschließend.
